Kalt ist es zur Zeit, die Sonne hat sich gefühlt seit Wochen nicht
blicken lassen, der Himmel ist bleigrau - wer sehnt sich da nicht nach
Sonne und blauem Himmel? Mit Elissavet Patrikious Buch "Athen" kann man
jetzt auch vom heimischen Sofa aus auf Reisen gehen und durch die
griechische Hauptstadt bummeln.
Patrikiou ist eine Hamburger Fotografin mit einem Schwerpunkt im
Food-Bereich. "Athen" ist daher nicht nur bildlastig, sondern auch Essen
und Trinken spielt eine wichtige Rolle. Sozusagen ein Bilderbuch für
(hungrige) Couch-Reisende. Im Untertitel heißt es zwar "Ein Kochbuch",
doch trotz der etwa 60 Rezepte ist "Athen" weit mehr, denn die Autorin
stellt Athener Stadtteile und die Menschen vor, die darin leben, ihr
einen Blick in ihre Nachbarschaftsrestaurants gewähren, Lieblingsrezepte
verraten und "ihr" ganz persönliches Athen vorstellen.
Auch wenn es immer wieder um die Akropolis geht, steht nicht das
touristische Hochglanz-Athen im Mittelpunkt, sondern Menschen und ihre
Geschichten. Ob die nun alle so "typisch" sind und für einen
Quesrschnitt der Athener stehen, sei mal dahingestellt - es herrscht
eine ziemliche Hipster- und Szene-Dichte. Vielleicht ist das ja auch die
angepeilte Zielgruppe.
Sei´s drum, die Bilder von engen Gassen, von Märkten und Hinterhöfen von
Straßenkunst und lauschigen Terassen schüren das Fernweh - und der
Blick in Athener Kochtöpfe und gedeckte Tische macht Apettit. Da kommen
die Rezepte sehr gelegen, vor allem, da sie ganz überwiegend
unprätentiös (mal abgesehen von Wagyu Striploin Tataki...) und eher
unkompliziert sind. Da gibt es gleich ein paar neue Anregungen, um
Winterdepressionen zu vertreiben, Tomatenfrikadellen etwa, griechische
Reisnudeln mit Pilzen oder Saganaki mit Souzoukakia und Feta.
Fischliebhaber werden im Kapitel über Piräus auf ihre Kosten kommen, und
außer Hinweisen auf versteckte kleine Restaurants gibt es auch
Ausflugstipps. Da legt nicht nur optisch der Winter eine Pause ein, da
wird auch Lust auf eine neue Städtereise geweckt. Eine Reiseführer für
Menschen, die Lust am Essen und neuen kulinarischen Eindrücken haben,
mit Liebe zu Athen geschrieben und fotografiert.
Elissavet Patrikiou, Athen, Das Kochbuch
Südwest Verlag, 2019
240 Seiten, 32 Euro
ISBN 978-3-517-09797-8
Sunday, December 1, 2019
Monday, November 18, 2019
Süß oder deftig für "Frühstück und Brunch"
Auch wenn der Titel "Frühstück & Brunch" lautet - in Anne-Katrin Webers Kochbuch lassen sich süße wie deftige Rezepte zum Genuss von früh bis spät finden. Angefangen von Trendgericht Schakschuka (das zumindest ich morgens, mittags oder abends essen könnte, wobei ich mich als Morgenmuffel doch eher für ein leichtes Mittags- oder Abendessen entscheide), über Spreads, die nicht nur morgens lecker schmecken. Heidelbeerpfannkuchen allerdings sind sicherlich ein Frühstückklassiker...
Wie bei den GU-Kochbüchern üblich, ist die reiche Bebilderung sowohl rezept-erklärend als auch apettitanregend. Angefangen mit Smmothies und Müsli-Variationen, geht es im Kapitel "Brot und Belag"um so verlockende Rezeptvorschläge wie Haselnuss-Feigen-Brot oder Kräuter-Zupfbrot. Zu den deftigeren Brotbeläge gehört etwa eine Camembert-Schinken-Creme oder der Erbsen-Avocado-Aufstrich.
Wer am Morgen dann auch noch Energie hat für das Werkeln mit "Ofen und Pfanne", kann sich etwa für einen versunkenen Apfelkuchen oder Tomaten-Toast muffins entscheiden. Und für mich steht schon fest: Im nächsten Sommer werde ich den Rhabarber Crumble ausprobieren - schmeckt bestimmt auch als Nachtisch oder Kuchenersatz!
Auch für den Lunch am Arbeitsplatz dürfte der Coscous-Salat im Glas geeignet sein und auch die präsentierten Suppen schmücken nicht nur ein Brunchbüffet. Möhren-Ingwer-Suppe etwa ist in diesen düsteren Herbsttagen auch abends nach der Arbeit ein optischer und wärmender Stimmungs-Aufheller.
Für diejenigen, die vielleicht noch Einsteiger an Ofen und Herd sind, gibt es Tipps zum Kombinieren von Breakfast-Bowls oder Brüh- und Zubereitungsvariationen von Kaffee und Tee. So ist in der übersichtlichen Sammlung bestimmt für jeden etwas dabei.
Anne Katrin Weber, Frühstück & Brunch
GU, 2019
978-3-8338-6926-6
Wie bei den GU-Kochbüchern üblich, ist die reiche Bebilderung sowohl rezept-erklärend als auch apettitanregend. Angefangen mit Smmothies und Müsli-Variationen, geht es im Kapitel "Brot und Belag"um so verlockende Rezeptvorschläge wie Haselnuss-Feigen-Brot oder Kräuter-Zupfbrot. Zu den deftigeren Brotbeläge gehört etwa eine Camembert-Schinken-Creme oder der Erbsen-Avocado-Aufstrich.
Wer am Morgen dann auch noch Energie hat für das Werkeln mit "Ofen und Pfanne", kann sich etwa für einen versunkenen Apfelkuchen oder Tomaten-Toast muffins entscheiden. Und für mich steht schon fest: Im nächsten Sommer werde ich den Rhabarber Crumble ausprobieren - schmeckt bestimmt auch als Nachtisch oder Kuchenersatz!
Auch für den Lunch am Arbeitsplatz dürfte der Coscous-Salat im Glas geeignet sein und auch die präsentierten Suppen schmücken nicht nur ein Brunchbüffet. Möhren-Ingwer-Suppe etwa ist in diesen düsteren Herbsttagen auch abends nach der Arbeit ein optischer und wärmender Stimmungs-Aufheller.
Für diejenigen, die vielleicht noch Einsteiger an Ofen und Herd sind, gibt es Tipps zum Kombinieren von Breakfast-Bowls oder Brüh- und Zubereitungsvariationen von Kaffee und Tee. So ist in der übersichtlichen Sammlung bestimmt für jeden etwas dabei.
Anne Katrin Weber, Frühstück & Brunch
GU, 2019
978-3-8338-6926-6
Wednesday, November 13, 2019
Mit 1200 Kalorien pro Tag schnell Pfunde loswerden - Last Minute Diät
Es hat sich ja sicher schon bei den meisten herumgesprochen, die mit ihrem aktuellen Gewicht nicht zufrieden sind: Um einen langfrististigen Effekt zu erzielen, muss schon eine Ernährungsumstellung her. Mit Diätenc droht nur allzu oft der berüchtigte Jojo-Effekt - und das soll ja nicht sein.
Mit "Last Minute Diät" hat Nico Stanitzok nun allerdings trotzdem ein Diät-Rezeptbuch geschrieben - allerdings mit Hinweisen, was dauerhaft beim Kochen und dem allgemeinen Lebensstil beachtet werden sollte, damit die Speckpölsterchen nicht mit Verstärkung zurückkehren. Denn leider braucht ja auch die Ernährungsumstellung je nach Ausgangsgewicht, Stoffwechsel usw ja auch ihre Zeit, ehe Erfolge sichtbar werden. Was also, wenn ein Urlaub, Fest oder sonst ein Anlass bevorsteht, bei dem man sich kurzfristig in einer optimierten Form präsentieren möchte? In diesem Fall heißt das: Beschränkung auf 1200 Kalorien am Tag.
Der Schwerpunkt der vorgestellten Rezepte liegt auf low Carb, mit reichtlich Eiweiß, damit der Körper auch bei wenig Kalorien länger Energie hat. Broccoli-Lauchsalat mit Rostbeef etwa -aber auch für Veganer gibt es Vorschläge wie (Soja)Joghurt Tahin mit Gemüsesticks. Eine meiner Lieblingsentdeckungen: Low Carb Sushi (mit Blumenkohlreis) und Sommersalat mit Mango - ich liebe die Kombinnation von Mango mit Chiliflocken! und Möhrenbratlinge mit Gurkendip.
Gerade die kalten Hauptgerichte lassen sich auch gut vorbereiten und in den Berufsalltag integrieren - eine wichtige Voraussetzung, um das Diätprogramm durchzuhalten, denn die übliche Kantinenkost dürfte das tägliche 1200 Kalorien-Ziel in den meisten Fällen torpedieren.
Außerdem gibt es Tipps, die auch jenseits einer Diät dauerhaft helfen können, Essgewohnheiten auf einfache Art zu ändern. Ein Beispiel: kleineres Geschirr verwenden, damit der Joghurt, Salat usw nicht so mickrig aussieht. Und natürlich: Vor dem Essen schon mal ordentlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken - um so schneller ist der Magen gefüllt.. Gemüsesticks oder süße Eiswürfel werden als Tipps gegen Heißhunger empfohlen - nicht nur an Diättagen. Fazit: Lecker ist keine Frage der Kalorien!
Nico Stanitzok, Last Minute Diät
GU 2019
ISBN 9783833869914
7,99 Euro (ebook)
Mit "Last Minute Diät" hat Nico Stanitzok nun allerdings trotzdem ein Diät-Rezeptbuch geschrieben - allerdings mit Hinweisen, was dauerhaft beim Kochen und dem allgemeinen Lebensstil beachtet werden sollte, damit die Speckpölsterchen nicht mit Verstärkung zurückkehren. Denn leider braucht ja auch die Ernährungsumstellung je nach Ausgangsgewicht, Stoffwechsel usw ja auch ihre Zeit, ehe Erfolge sichtbar werden. Was also, wenn ein Urlaub, Fest oder sonst ein Anlass bevorsteht, bei dem man sich kurzfristig in einer optimierten Form präsentieren möchte? In diesem Fall heißt das: Beschränkung auf 1200 Kalorien am Tag.
Der Schwerpunkt der vorgestellten Rezepte liegt auf low Carb, mit reichtlich Eiweiß, damit der Körper auch bei wenig Kalorien länger Energie hat. Broccoli-Lauchsalat mit Rostbeef etwa -aber auch für Veganer gibt es Vorschläge wie (Soja)Joghurt Tahin mit Gemüsesticks. Eine meiner Lieblingsentdeckungen: Low Carb Sushi (mit Blumenkohlreis) und Sommersalat mit Mango - ich liebe die Kombinnation von Mango mit Chiliflocken! und Möhrenbratlinge mit Gurkendip.
Gerade die kalten Hauptgerichte lassen sich auch gut vorbereiten und in den Berufsalltag integrieren - eine wichtige Voraussetzung, um das Diätprogramm durchzuhalten, denn die übliche Kantinenkost dürfte das tägliche 1200 Kalorien-Ziel in den meisten Fällen torpedieren.
Außerdem gibt es Tipps, die auch jenseits einer Diät dauerhaft helfen können, Essgewohnheiten auf einfache Art zu ändern. Ein Beispiel: kleineres Geschirr verwenden, damit der Joghurt, Salat usw nicht so mickrig aussieht. Und natürlich: Vor dem Essen schon mal ordentlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken - um so schneller ist der Magen gefüllt.. Gemüsesticks oder süße Eiswürfel werden als Tipps gegen Heißhunger empfohlen - nicht nur an Diättagen. Fazit: Lecker ist keine Frage der Kalorien!
Nico Stanitzok, Last Minute Diät
GU 2019
ISBN 9783833869914
7,99 Euro (ebook)
Sunday, September 22, 2019
Mit Yoga zum flachen Bauch
Amiena Zylla ist mir von ihren Yoga- und Pilates-Videos auf Youtube vertraut. Dort beeindruckte sie mich nicht nur mit kurzen, aber effektiven Flows, die auch in einen stressigen Berufsalltag integriert werden können, sondern auch mit ihrer positiven Art und ausggespochen angenehmen Stimme, die bestens zur Entspannung auf der Yogamatte beiträgt. Zyllas Buch "Yoga für den flachen Bauch" weckte also gleich mein Interesse.
Auch in dem Buch bleibt sie ihrer Art treu, Leser vor allem positiv zu motivieren und gegen unrealistische Erwartungen oder ein für die meisten Menschen kaum zu erreichendes Körperideal zu werben. Der "Wohlfühlbauch" ist gefragt - dank gesunder Ernährung und der die Körpermitte straffenden Übungen hoffentlich flacher, sicherlich fester, aber eben nicht unbedingt ein Sixpack oder der total durchdefinierte Bauch eines Fitnessmodels Dass Zylla dann auch noch eigene Erfahrungen mit der Veränderung des Körpers durch Älterwerden, Schwangerschaft usw einfließen lässt, ist sympatisch, auch wenn der Frau auf ihren Videos nun wirklich keine Problemzonen anzusehen sind.
."Yoga für den flachen Bauch" kommt mit einer ganzheitlich-achtsamen Methodik daher - es geht nicht nur um ein bestimmtes Workout, sondern ums Innehalten, Atmen, Meditieren. Neben dem Sechs-Wochen-Programm gibt es Yoga-Übungen und Sequenzen für die unterschiedlichen Bauchmuskeln, die Taillie, oder Rücken und Körpermitte gibt es auch klassische Asanas wie den Sonnengruß, die Kriegersequenzen sowie Meditationsübungen.
Auch wenn der Schwerpunkt auf Yoga liegt, gibt es zur Ergänzung sowohl Rezepte, die aufgrund der Zusammensatzung und des Kaloriengehaltes das Ihrige dazu tun dürften, dem flachen Bauch näher zu kommen. Wer sich noch nicht mit der Wirkungsweise bestimmter Lebensmittel zur Beschleunigung des Stoffwehsels vertraut gemacht hat, findet hier ebenfalls Infornationen über Lebensmittel wie Ingwer oder Chili. "Mit Yoga zum flachen Bauch" arbeitet nicht mit Verboten, sondern mit dem Appell zum achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper - ob es nun um Ernährung geht oder um Bewegung, vor allem aber mit positiver Selbstbestätigung und Ermutigung.
Auch in dem Buch bleibt sie ihrer Art treu, Leser vor allem positiv zu motivieren und gegen unrealistische Erwartungen oder ein für die meisten Menschen kaum zu erreichendes Körperideal zu werben. Der "Wohlfühlbauch" ist gefragt - dank gesunder Ernährung und der die Körpermitte straffenden Übungen hoffentlich flacher, sicherlich fester, aber eben nicht unbedingt ein Sixpack oder der total durchdefinierte Bauch eines Fitnessmodels Dass Zylla dann auch noch eigene Erfahrungen mit der Veränderung des Körpers durch Älterwerden, Schwangerschaft usw einfließen lässt, ist sympatisch, auch wenn der Frau auf ihren Videos nun wirklich keine Problemzonen anzusehen sind.
."Yoga für den flachen Bauch" kommt mit einer ganzheitlich-achtsamen Methodik daher - es geht nicht nur um ein bestimmtes Workout, sondern ums Innehalten, Atmen, Meditieren. Neben dem Sechs-Wochen-Programm gibt es Yoga-Übungen und Sequenzen für die unterschiedlichen Bauchmuskeln, die Taillie, oder Rücken und Körpermitte gibt es auch klassische Asanas wie den Sonnengruß, die Kriegersequenzen sowie Meditationsübungen.
Auch wenn der Schwerpunkt auf Yoga liegt, gibt es zur Ergänzung sowohl Rezepte, die aufgrund der Zusammensatzung und des Kaloriengehaltes das Ihrige dazu tun dürften, dem flachen Bauch näher zu kommen. Wer sich noch nicht mit der Wirkungsweise bestimmter Lebensmittel zur Beschleunigung des Stoffwehsels vertraut gemacht hat, findet hier ebenfalls Infornationen über Lebensmittel wie Ingwer oder Chili. "Mit Yoga zum flachen Bauch" arbeitet nicht mit Verboten, sondern mit dem Appell zum achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper - ob es nun um Ernährung geht oder um Bewegung, vor allem aber mit positiver Selbstbestätigung und Ermutigung.
Tuesday, September 3, 2019
Damit noch was vom Feierabend bleibt - "Express-Abendessen"
Es war ein langer Arbeitstag, der Magen knurrt, für ein Mittagessen war mal wieder keine Zeit. Hausarbeit und Schmutzwäsche warten, andererseits wäre es auch nicht schlecht, mal wieder ein wenig zu sporteln. Aber erst mal ist Nahrungsaufnahme angesagt. Die Uhr tickt, und es sieht mmal wieder so aus, als sei die "me-time" begrenzt. Klingt vertraut? Mit ihrem Buch "Express-Abendessen" hatte Food-Autorin Hildegard Mölller wohl ähnliche Situationen im Hinterkopf. Ihr Rezeptband ist jedenfalls angebracht für die Abende, an denen man/frau wirklich keine Zeit für aufwändiges Werkeln in der Küche verschwenden will.
Express muss dabei nicht langweilig sein - es gibt nicht nur Stullen-Variationen, Salate und schnelle Suppen, sondern auch so lecker klingende Hauptgerichte wie "Spicy Lachs auf Möhren-Fenchelgemüse" oder Ingwer-Hähnchen mit Linsen, eher Deftiges wie eine Schupfnudelpfanne oder den nun wirklich schnellen Klassiker Shakshuka, den man nun wirklich nicht nur zum Frühstück genießen kann.
Meine persönliche Neuentdeckung: Süßkartoffeltoast mit Avocado-Hummus.
Besonders praktisch ist der Schlussteil des Buches, in dem noch einmal auf das Prinzip Express-Abendessen eingegangen wird - hier ist dann sozusagen auch die eigene Kreativität gefragt, um unabhängig von den vorgestellten Rezepten auch mal selbst zu improvisieren. Flotte Sättigungsbeilagen etwa - das macht Sinn. Kurze Garzeiten, etwa von Couscous, toppen in diesen Fällen allemal den ernährungswissenschaftlich angesagten Vollkornreis. Da wird schließlich locker eine halbe Stunde Garzeit eingespart, mindestens.
Dose, Glas und Tiefkühlfach - den Puristen ganzheitlicher Ernährung womöglich ein Gräuel, aber es geht schnell (und irgendwie befällt mich immer der Verdacht, dass jene Puristen nicht in das Korsett eines Ganztagsjobs mit Überstunden eingezwängt sind) Und natürlich: Gemüse, Fleisch oder Fisch mit kurzen Garzeiten. Macht Sinn, lässt sich mit entsprechenden Gewürzen und Kräutern vielfach variieren und wird in der Praxis vielleicht auch schon vielfach umgesetzt (jedenfalls in meiner Küche). Aber es ist doch immer wieder nett, eine Bestätigung der eigenen Kochtopf-/Pfannen-/Wok-Philosophie zu bekommen!
Für Anfänger und Kochmuffel, die erst noch (buchstäblich) auf den Geschmack eigener Gerichte kommen müssen, gibt es obendrein einen kleinen Crash-Kurs über wichtige Haushaltsgegenstände, den Umgang mit Fleisch oder Fisch und Tipps für Kombinationen in Topf und Pfanne. Da kann dann wohl nichts mehr schiefgehen.
Hildegard Möller, Express-Abendessen,
GU 2019
64 Seiten, 9,99 Euro
978-3-8338-7145-0
Express muss dabei nicht langweilig sein - es gibt nicht nur Stullen-Variationen, Salate und schnelle Suppen, sondern auch so lecker klingende Hauptgerichte wie "Spicy Lachs auf Möhren-Fenchelgemüse" oder Ingwer-Hähnchen mit Linsen, eher Deftiges wie eine Schupfnudelpfanne oder den nun wirklich schnellen Klassiker Shakshuka, den man nun wirklich nicht nur zum Frühstück genießen kann.
Meine persönliche Neuentdeckung: Süßkartoffeltoast mit Avocado-Hummus.
Besonders praktisch ist der Schlussteil des Buches, in dem noch einmal auf das Prinzip Express-Abendessen eingegangen wird - hier ist dann sozusagen auch die eigene Kreativität gefragt, um unabhängig von den vorgestellten Rezepten auch mal selbst zu improvisieren. Flotte Sättigungsbeilagen etwa - das macht Sinn. Kurze Garzeiten, etwa von Couscous, toppen in diesen Fällen allemal den ernährungswissenschaftlich angesagten Vollkornreis. Da wird schließlich locker eine halbe Stunde Garzeit eingespart, mindestens.
Dose, Glas und Tiefkühlfach - den Puristen ganzheitlicher Ernährung womöglich ein Gräuel, aber es geht schnell (und irgendwie befällt mich immer der Verdacht, dass jene Puristen nicht in das Korsett eines Ganztagsjobs mit Überstunden eingezwängt sind) Und natürlich: Gemüse, Fleisch oder Fisch mit kurzen Garzeiten. Macht Sinn, lässt sich mit entsprechenden Gewürzen und Kräutern vielfach variieren und wird in der Praxis vielleicht auch schon vielfach umgesetzt (jedenfalls in meiner Küche). Aber es ist doch immer wieder nett, eine Bestätigung der eigenen Kochtopf-/Pfannen-/Wok-Philosophie zu bekommen!
Für Anfänger und Kochmuffel, die erst noch (buchstäblich) auf den Geschmack eigener Gerichte kommen müssen, gibt es obendrein einen kleinen Crash-Kurs über wichtige Haushaltsgegenstände, den Umgang mit Fleisch oder Fisch und Tipps für Kombinationen in Topf und Pfanne. Da kann dann wohl nichts mehr schiefgehen.
Hildegard Möller, Express-Abendessen,
GU 2019
64 Seiten, 9,99 Euro
978-3-8338-7145-0
Tuesday, July 2, 2019
Intervallfasten - Ernährungsumstellung statt Diät
Dass sich nach vielen Diäten ein Jojo-Effekt einstellt, ist ja nicht neu und eigentlich ganz logisch: Wer nach Gewichtsabnahme wieder zu den alten (schlechten) Gewohnheiten zurückkehrt, findet sich früher oder später mit dem verloren geglaubten Hüftgold wiedervereint. Damit es dauerhaft klappt, muss es schon eine Ernährungsumstellung sein, die den jeweiligen Grundumsatz, Stoffwechsel usw berücksichtigt. Denn da ändert sich im Laufe des Lebens bekanntlich einiges im Körper.
Von Fasten und Intervallfasten ist seit einiger Zeit häufiger die Rede, und deshalb habe ich mit viel Interesse "Intervallfasten" von Petra Bracht und Mira Flatt gelesen. Der G+U-Verlag ist mir auch von Kochbüchern bekannt - gut so, ich will mich gesund ernähren, gerne auch kalorienbewusster, aber nicht auf Geschmack und Genuss verzichten.
Das Thema "Wie kurbele ich den schlaffer gewordenen Stoffwechsel wieder an" beschäftigt mich schon eine Weile und viele Tips und Ratschläge treffen bei mir nicht zu: Weder trinke ich gesüßte Getränke noch esse ich fettes Fleisch oder Wurst. Also Intervallfasten, um den inneren Verbrennungsmotor anzuschmeißen?
Die vorgestellten Rezepte klingen auf jeden Fall ansprechend, passen gut zu meinen eigenen Flexitarier-Gewohnheiten. Interessant und einleuchtend finde ich auch die Erläuterungen, zu welcher Tageszeit Proteine und wann Kohlenhydrate für den Stoffwechsel optimal sind.
Schade finde ich allerdings, dass sich die Autorinnen ausschließlich auf die 16:8-Methode beschränkt haben - also Mahlzeiten verteilt über acht Stunden, gefolgt von einer 16-stündigen Fastenpause und überhaupt nicht auf die 5:2 Methode mit zwei stark kalotrienreduzierten Fastentagen unter fünf "normalen" Tagen eingegangen sind. Sicherlich bin ich nicht die einzige mit oft langen und unregelmäßigen Tageszeiten, die es absolut nicht schafft, nach 17 oder 18 Uhr nicht mehr zu essen oder Zeit für eine Mittagspause zu haben. Da ist es schon deutlich machbarer, an zwei Tagen in der Woche nur 500 Kalorien zu mir zu nehmen.
Klar, auch die gesund und lecker klingenden Rezepte lassen sich an den "normalen" Tagen verwenden - aber bei zwei Mahlzeiten die insgesamt 500 zugelassenen Kalorien nicht doch zu überschreiten, ist für Nicht-Ernährungswissenschaftler nicht ganz einfach. Dazu hätte ich auch gerne etwas in diesem Buch gelesen. Aber wer weiß - vielleicht kommt ja auch dazu noch eine Veröffentlichung.
Als Anregung für gesundheitsbewusste Ernährung mit Erläuterungen zu den positiven Eigenschaften der jeweiligen Lebensmittel jedenfalls sehr informativ, und ich freue mich schon auf besondere Geschmackserlebnisse wie "Linsen-Chili mit Kakao" oder mediterrane Bohnen-Tomaten-Pfanne.
Petra Bracht, Mira Flatt, Intervallfasten
GU 2019
ca 200 Seiten, 19,99 Euro
ISBN 9783833870989
Von Fasten und Intervallfasten ist seit einiger Zeit häufiger die Rede, und deshalb habe ich mit viel Interesse "Intervallfasten" von Petra Bracht und Mira Flatt gelesen. Der G+U-Verlag ist mir auch von Kochbüchern bekannt - gut so, ich will mich gesund ernähren, gerne auch kalorienbewusster, aber nicht auf Geschmack und Genuss verzichten.
Das Thema "Wie kurbele ich den schlaffer gewordenen Stoffwechsel wieder an" beschäftigt mich schon eine Weile und viele Tips und Ratschläge treffen bei mir nicht zu: Weder trinke ich gesüßte Getränke noch esse ich fettes Fleisch oder Wurst. Also Intervallfasten, um den inneren Verbrennungsmotor anzuschmeißen?
Die vorgestellten Rezepte klingen auf jeden Fall ansprechend, passen gut zu meinen eigenen Flexitarier-Gewohnheiten. Interessant und einleuchtend finde ich auch die Erläuterungen, zu welcher Tageszeit Proteine und wann Kohlenhydrate für den Stoffwechsel optimal sind.
Schade finde ich allerdings, dass sich die Autorinnen ausschließlich auf die 16:8-Methode beschränkt haben - also Mahlzeiten verteilt über acht Stunden, gefolgt von einer 16-stündigen Fastenpause und überhaupt nicht auf die 5:2 Methode mit zwei stark kalotrienreduzierten Fastentagen unter fünf "normalen" Tagen eingegangen sind. Sicherlich bin ich nicht die einzige mit oft langen und unregelmäßigen Tageszeiten, die es absolut nicht schafft, nach 17 oder 18 Uhr nicht mehr zu essen oder Zeit für eine Mittagspause zu haben. Da ist es schon deutlich machbarer, an zwei Tagen in der Woche nur 500 Kalorien zu mir zu nehmen.
Klar, auch die gesund und lecker klingenden Rezepte lassen sich an den "normalen" Tagen verwenden - aber bei zwei Mahlzeiten die insgesamt 500 zugelassenen Kalorien nicht doch zu überschreiten, ist für Nicht-Ernährungswissenschaftler nicht ganz einfach. Dazu hätte ich auch gerne etwas in diesem Buch gelesen. Aber wer weiß - vielleicht kommt ja auch dazu noch eine Veröffentlichung.
Als Anregung für gesundheitsbewusste Ernährung mit Erläuterungen zu den positiven Eigenschaften der jeweiligen Lebensmittel jedenfalls sehr informativ, und ich freue mich schon auf besondere Geschmackserlebnisse wie "Linsen-Chili mit Kakao" oder mediterrane Bohnen-Tomaten-Pfanne.
Petra Bracht, Mira Flatt, Intervallfasten
GU 2019
ca 200 Seiten, 19,99 Euro
ISBN 9783833870989
Sunday, June 9, 2019
Auch Zweibeiner brauchen´s artgerecht...
Eigentlich eine klare Sache: Nicht nur Tiere sollten artgerecht gehalten werden, um gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen - auch wir Menschen sollten "artgerecht" leben und uns ernähren. "Artgerechte Ernährung" lautet denn auch der Titel des im Gräfe und Unzer-Verlag erschienenen Buches von Mattias Riedl.
Die Einsicht beim Blick in Supermarktregale ist nicht neu: vieles von dem, was es dort zu kaufen gibt und von dem wir uns zumindest teilweise ernähren, sind verarbeitet, mit Konservierungs- und Zusatzstoffen versehen. Convenience-Food, das schon fertig in der Kühltheke wartet, konkurriert mit den frischen Zutaten, die erst einmal zu Hause zu einer Mahlzeit verarbeitet werden. Wie leicht und bequem ist es, da faul zu sein und einfach ins Regal zu greifen. Und wenn das nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßg vorkommt - mahnt da nicht die innere Stimme, einmal wegen Verpackungsmüll, der sich so anhäuft, aber auch wegen der Frage, ob das denn alles wirklich so frisch, gesund und ohne Konservierungsstoffe wie bei eigener Zubereitung ist.
Doch "falsche" Ernährung macht nach Meinung des Ernährungsmediziniers Riedl auf Dauer krank - und viele Krankheiten lassen sich seinem Buch zufolge mit Hilfe einer Ernährungsumstellung lindern, wenn nicht sogar heilen. Dass eine gesunde Ernährung hilft, Bluthochdruck, Diabetes und anderen Krankheiten vorzubeugen, ist ja nicht ganz neu.
Artgerechte Ernährung besteht hauptsächlich aus Gemüse, Obst und hochwertigen Fetten. Sie ist ballaststoff- sowie kohlenhydratreich und zudem zuckerreduziert. Zudem enthält sie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, viel pflanzliches Eiweiß, kaum rotes dafür viel weißes Fleisch, Fisch, Nüsse, Gewürze und Kräuter.
Wie so eine Ernährungsumstellung aussehen könnte, zeigt der Rezeptteil. Dabei dürfte für jeden Geschmack und unterschiedliche Gewohnheiten etwas zu finden sein: Frühstück herzhaft oder süß, ausführlich oder leicht, und dementsprechend auch die anderen Mahlzeiten so gestaltet, dass sie in Kombination nicht zu Völlerei geraten. Dabei gibt es manche Abwandlung zu herkömmlichen Gerichten, die die Wertigkeit steigern sollen - das Pilzrisotto aus Hirse etwa hat gleich meine Aufmerksamkeit geweckt. Oder gebackene grüne Bohnen mit Feta - das passt gerade gut in die Gemüsesaison.
Zu vielen der Rezepte gibt es zusätzliche Hinweise zur speziellen Wirkung, zum Beispiel knochenstärkend, entzüdnugshemmend oder durchblutungsfördernd. Vieles is mediterran oder asiatisch angehaucht und passt damit direkt in mein "Kochen-Beuteschema".
Informativ sind auch die Zwischenkapitel, in denen Lebensmittelgruppen auf ihre Inhaltstoffe und ihren Ernährungswert hin beschrieben werden. Vieles davon ist für diejenigen, die grundsätzlich schon auf gesunde Ernährung achten, sicher nicht neu. Aber es schadet ja auch nichts, das alles noch mal kompakt zusammengefasst zu haben. Viele interessante und lecker klingende Anregungen sind hier zu finden, denn schließlich gilt fürs Essen: Es muss schmecken - sonst macht eine Ernährungsumstellung keinen Spaß und dürfte früher oder später zum Scheitern verurteilt sein
Matthias Riedl, Artgerechte Ernährung
Verlag: GU, 2019
216 Seiten, 19,99 Euro
ISBN: 978-3-8338-6833-7
Die Einsicht beim Blick in Supermarktregale ist nicht neu: vieles von dem, was es dort zu kaufen gibt und von dem wir uns zumindest teilweise ernähren, sind verarbeitet, mit Konservierungs- und Zusatzstoffen versehen. Convenience-Food, das schon fertig in der Kühltheke wartet, konkurriert mit den frischen Zutaten, die erst einmal zu Hause zu einer Mahlzeit verarbeitet werden. Wie leicht und bequem ist es, da faul zu sein und einfach ins Regal zu greifen. Und wenn das nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßg vorkommt - mahnt da nicht die innere Stimme, einmal wegen Verpackungsmüll, der sich so anhäuft, aber auch wegen der Frage, ob das denn alles wirklich so frisch, gesund und ohne Konservierungsstoffe wie bei eigener Zubereitung ist.
Doch "falsche" Ernährung macht nach Meinung des Ernährungsmediziniers Riedl auf Dauer krank - und viele Krankheiten lassen sich seinem Buch zufolge mit Hilfe einer Ernährungsumstellung lindern, wenn nicht sogar heilen. Dass eine gesunde Ernährung hilft, Bluthochdruck, Diabetes und anderen Krankheiten vorzubeugen, ist ja nicht ganz neu.
Artgerechte Ernährung besteht hauptsächlich aus Gemüse, Obst und hochwertigen Fetten. Sie ist ballaststoff- sowie kohlenhydratreich und zudem zuckerreduziert. Zudem enthält sie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, viel pflanzliches Eiweiß, kaum rotes dafür viel weißes Fleisch, Fisch, Nüsse, Gewürze und Kräuter.
Wie so eine Ernährungsumstellung aussehen könnte, zeigt der Rezeptteil. Dabei dürfte für jeden Geschmack und unterschiedliche Gewohnheiten etwas zu finden sein: Frühstück herzhaft oder süß, ausführlich oder leicht, und dementsprechend auch die anderen Mahlzeiten so gestaltet, dass sie in Kombination nicht zu Völlerei geraten. Dabei gibt es manche Abwandlung zu herkömmlichen Gerichten, die die Wertigkeit steigern sollen - das Pilzrisotto aus Hirse etwa hat gleich meine Aufmerksamkeit geweckt. Oder gebackene grüne Bohnen mit Feta - das passt gerade gut in die Gemüsesaison.
Zu vielen der Rezepte gibt es zusätzliche Hinweise zur speziellen Wirkung, zum Beispiel knochenstärkend, entzüdnugshemmend oder durchblutungsfördernd. Vieles is mediterran oder asiatisch angehaucht und passt damit direkt in mein "Kochen-Beuteschema".
Informativ sind auch die Zwischenkapitel, in denen Lebensmittelgruppen auf ihre Inhaltstoffe und ihren Ernährungswert hin beschrieben werden. Vieles davon ist für diejenigen, die grundsätzlich schon auf gesunde Ernährung achten, sicher nicht neu. Aber es schadet ja auch nichts, das alles noch mal kompakt zusammengefasst zu haben. Viele interessante und lecker klingende Anregungen sind hier zu finden, denn schließlich gilt fürs Essen: Es muss schmecken - sonst macht eine Ernährungsumstellung keinen Spaß und dürfte früher oder später zum Scheitern verurteilt sein
Matthias Riedl, Artgerechte Ernährung
Verlag: GU, 2019
216 Seiten, 19,99 Euro
ISBN: 978-3-8338-6833-7
Saturday, June 8, 2019
One pot challenge - Topf, Pfanne oder Blech?
Wo lässt sich Essen am schmackhaftesten zubereiten - aus Topf, Pfanne oder vom Blech? Das ist die Herausforderung bei der "One Pot Challenge" von Jumbo Schreiner, Martin Kintrup, Sarah Schocke, Sandra Schumann. 20 Hauptzutaten werden von den drei Teilnehmern der Challenge zu insgesamt 60 Rezepten umgesetzt und Juror Jumbo Schreiner darf dazu sein Urteil abgeben. Eines Voraus: Nicht nur Jumbo steht bei der Entscheidung vor einer Herausforderun, auch ich als Leserin war sehr angetan von den Variationen.
Eines spricht schon mal für die meisten der Rezepte: Sie sind überwiegend schnell zubereitet und es fällt wenig Abwasch an bei der Beschränkung auf einen Topf, eine Pfanne beziehungsweise ein Ofenblech. Also super für Berufstätige, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen.
Die Grundzutaten können bodenständig sein wie Sauerkraut, Linsen oder Kartoffeln, etwas edler wie Lachs- oder Schweinefilet oder vitaminreich wie Broccoli oder Paprika. Unter den Rezepten, die dabei herausgekommen sind, sind zu meiner Freude auch diverse Curries und mediterran angehauchte Rezepte. Klassiker bekommen einen besonderen Touch wie etwa Chili con carne mit einem Hauch von Schokolade. Freunde der eher deftigen Küche dürften Freude am westfälischen Pfefferpotthast und diversen Stews und Suppen haben. Wobei es auch eine Auswahl von Gemüsesuppen gibt - die Paprikasuppe etwa ist ein echter Hingucker!
Zugegeben: Noch habe ich keines der Rezepte nachgekocht, aber das liegt wirklich nur an einer stressigen Arbeitswoche, in der keine Zeit blieb, frische Zutaten einzukaufen. Was ich gelesen habe, machte aber rundum einen leckeren Eindruck und da das Auge bekanntlich mit isst, waren auch die begleitenden Bilder ein weiterer Apetitanreger.
Sonderlich kompliziert und aufwändig klingt keines der Gerichte, wobei klar ist, dass Schmorfleisch nun mal seine Zeit braucht. Aber insgesamt: Schnelle, unkomplizierte, leckere Gerichte, an denen auch Menschen Freude haben sollten, die keine Kochprofis sind und vor allzu komplizierten Rezepten zurückschrecken!
Jumbo Schreiner, Martin Kintrup, Sarah Schocke, Sandra Schumann, Die One Pot Challenge
Gräfe und Unzer, 2019
192 Seiten, 19,99
978-3-83386978-5
Eines spricht schon mal für die meisten der Rezepte: Sie sind überwiegend schnell zubereitet und es fällt wenig Abwasch an bei der Beschränkung auf einen Topf, eine Pfanne beziehungsweise ein Ofenblech. Also super für Berufstätige, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen.
Die Grundzutaten können bodenständig sein wie Sauerkraut, Linsen oder Kartoffeln, etwas edler wie Lachs- oder Schweinefilet oder vitaminreich wie Broccoli oder Paprika. Unter den Rezepten, die dabei herausgekommen sind, sind zu meiner Freude auch diverse Curries und mediterran angehauchte Rezepte. Klassiker bekommen einen besonderen Touch wie etwa Chili con carne mit einem Hauch von Schokolade. Freunde der eher deftigen Küche dürften Freude am westfälischen Pfefferpotthast und diversen Stews und Suppen haben. Wobei es auch eine Auswahl von Gemüsesuppen gibt - die Paprikasuppe etwa ist ein echter Hingucker!
Zugegeben: Noch habe ich keines der Rezepte nachgekocht, aber das liegt wirklich nur an einer stressigen Arbeitswoche, in der keine Zeit blieb, frische Zutaten einzukaufen. Was ich gelesen habe, machte aber rundum einen leckeren Eindruck und da das Auge bekanntlich mit isst, waren auch die begleitenden Bilder ein weiterer Apetitanreger.
Sonderlich kompliziert und aufwändig klingt keines der Gerichte, wobei klar ist, dass Schmorfleisch nun mal seine Zeit braucht. Aber insgesamt: Schnelle, unkomplizierte, leckere Gerichte, an denen auch Menschen Freude haben sollten, die keine Kochprofis sind und vor allzu komplizierten Rezepten zurückschrecken!
Jumbo Schreiner, Martin Kintrup, Sarah Schocke, Sandra Schumann, Die One Pot Challenge
Gräfe und Unzer, 2019
192 Seiten, 19,99
978-3-83386978-5
Friday, January 11, 2019
Schnell, gesund und kaloriensparend auch ohne Zeit am Herd - No time to eat
Das Jahr hat gerade angefangen, und die üblichen Vorsätze warten darauf, in die Tat umgesetzt zu werden: Mehr Sport treiben. Gesünder ernähren. Und im Zuge des Ganzen hoffentlich auch das eine oder andere Kilo verlieren - gerne auf Nimmerwiedersehen. Kann "No time to eat" der Podcasterin Sarah Tschernigow dabei helfen?
Vorneweg: Wer auf gesunde, kaloriensparende Rezepte hofft, womöglich mit apettitanregenden und motivierenden Fotos, dürfte enttäuscht sein. Mit ihrem Plädoyer für clean eating reiht sich die Autorin auch nicht in die Reihe der Mama-Bloggerinnen ein, die in ihrem nachhaltig-schönen Heim zwischen Kindern, Haus und Garten noch viel Zeit für hübsch fotografierte vegane Gerichte aus eigenem Anbau oder zumindest vom Biobauernhof haben.
Nee, der Titel ist Programm. Es gibt schließlich viele Menschen, denen fehlt nach einem langen Arbeitstag mit Pendelzeiten und Ortswechseln, mit einem unregelmäßigen Arbeitsrhythmus schlicht die Zeit, gründlich nach den gesunden, saisonalen und regionalen Lebensmitteln auf dem Bauernmarkt oder gar aus dem eigenen Gartenanbau zurück zu greifen. Es bleibt dann doch beim schnellen Gang in den nächsten Supermarkt oder Discounter, dem Bäcker im Bahnhof und ähnlichen schnellen Zugängen zum Essen. Keine Zeit zum Essen, und häufig auch keine Zeit (oder Lust?) zum Kochen.
Eine kulinarische Offenbarung bleibt denn auch eher aus. Die Podcasterin ist wohl auch eher ein Ernährungscoach für jene Millenials, die mit Herd und Ofen nicht mehr viel anzufangen wissen oder das nicht für ausreichend hip halten. In den Ausführungen zum clean eating auf die Schnelle steckt denn auch nichts revolutionär Neues: Dass Kantinenessen häufig schwer ist, bei Restaurantbesuchen leicht die Kontrolle über die zu sich genommenen Kalorien auf der Strecke bleibt und zuckerhaltige Getränke eigentlich der garantierte Weg zu Hüftgold und unerwünschten Speckrollen sind, das dürfte mittlerweile auch der unbedarfteste Leser wissen.
Der Aufruf zum Nachdenken und Umschwenken auf einen gesünderen Ernährungsstil mit mehr Gemüse, mit viel Wasser und Tee, gesunden Proteinen usw ist verbunden mit Geschichten aus dem Leben der Autorin und der eigenen Efolgsgeschichte, aber auch dem Rückblick auf Essstörungen und mangelnde Selbstakzeptanz. Wenn da von Paprikasnacks, gekochten Eiern und Nussmischungen im zeitarmen Alltag die Rede ist, sind das durchaus nützliche Tipps, um den schweren Saucen der Kantine zu entgehen und sich sowohl kalorienarm als auch gesünder zu ernähren, aber mit Blick auf Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung sind viele Tipps in meinen Augen denn doch eine zweischneidige Sache.
Empfehlen würde ich das Buch nur Kochmuffeln, die auch im Terminstress ein bißchen mehr auf ihre Ernährung achten wollen. Wer durchaus mit Lust kocht und isst - ja, das ist auch in relativ kurzer Zeit und gesund möglich! - dürfte sich mit "no time to eat" nicht wirklich angesprochen fühlen.
Sarah Tschernigow, No time to eat,
Ullstein Verlag 2018
256 Seiten, 12 Euro
ISBN-13 9783548377797
Vorneweg: Wer auf gesunde, kaloriensparende Rezepte hofft, womöglich mit apettitanregenden und motivierenden Fotos, dürfte enttäuscht sein. Mit ihrem Plädoyer für clean eating reiht sich die Autorin auch nicht in die Reihe der Mama-Bloggerinnen ein, die in ihrem nachhaltig-schönen Heim zwischen Kindern, Haus und Garten noch viel Zeit für hübsch fotografierte vegane Gerichte aus eigenem Anbau oder zumindest vom Biobauernhof haben.
Nee, der Titel ist Programm. Es gibt schließlich viele Menschen, denen fehlt nach einem langen Arbeitstag mit Pendelzeiten und Ortswechseln, mit einem unregelmäßigen Arbeitsrhythmus schlicht die Zeit, gründlich nach den gesunden, saisonalen und regionalen Lebensmitteln auf dem Bauernmarkt oder gar aus dem eigenen Gartenanbau zurück zu greifen. Es bleibt dann doch beim schnellen Gang in den nächsten Supermarkt oder Discounter, dem Bäcker im Bahnhof und ähnlichen schnellen Zugängen zum Essen. Keine Zeit zum Essen, und häufig auch keine Zeit (oder Lust?) zum Kochen.
Eine kulinarische Offenbarung bleibt denn auch eher aus. Die Podcasterin ist wohl auch eher ein Ernährungscoach für jene Millenials, die mit Herd und Ofen nicht mehr viel anzufangen wissen oder das nicht für ausreichend hip halten. In den Ausführungen zum clean eating auf die Schnelle steckt denn auch nichts revolutionär Neues: Dass Kantinenessen häufig schwer ist, bei Restaurantbesuchen leicht die Kontrolle über die zu sich genommenen Kalorien auf der Strecke bleibt und zuckerhaltige Getränke eigentlich der garantierte Weg zu Hüftgold und unerwünschten Speckrollen sind, das dürfte mittlerweile auch der unbedarfteste Leser wissen.
Der Aufruf zum Nachdenken und Umschwenken auf einen gesünderen Ernährungsstil mit mehr Gemüse, mit viel Wasser und Tee, gesunden Proteinen usw ist verbunden mit Geschichten aus dem Leben der Autorin und der eigenen Efolgsgeschichte, aber auch dem Rückblick auf Essstörungen und mangelnde Selbstakzeptanz. Wenn da von Paprikasnacks, gekochten Eiern und Nussmischungen im zeitarmen Alltag die Rede ist, sind das durchaus nützliche Tipps, um den schweren Saucen der Kantine zu entgehen und sich sowohl kalorienarm als auch gesünder zu ernähren, aber mit Blick auf Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung sind viele Tipps in meinen Augen denn doch eine zweischneidige Sache.
Empfehlen würde ich das Buch nur Kochmuffeln, die auch im Terminstress ein bißchen mehr auf ihre Ernährung achten wollen. Wer durchaus mit Lust kocht und isst - ja, das ist auch in relativ kurzer Zeit und gesund möglich! - dürfte sich mit "no time to eat" nicht wirklich angesprochen fühlen.
Sarah Tschernigow, No time to eat,
Ullstein Verlag 2018
256 Seiten, 12 Euro
ISBN-13 9783548377797
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