Thursday, February 6, 2025

Vier Wochen lang die Nährstoffspeicher füllen

 Statt in der Apotheke oder in der Drogerie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, kann man eben diese Nährstoffe üblicherweise in ausreichender Menge aus der Ernährung gewinnen - vorausgesetzt, man ernährt sich richtig. Wie das geht, das vermittelt der Ernährungsmedizinier Matthias Riedl in seinem "28 Tage-Power-Nährstoffkur" Danach sollte dann erst mal alles im Gleichgewicht sein. Dazu sollen gut 80 Rezepte beitragen, die Riedl und sein Team erstellt haben.

Zunächst aber gibt es den theoretischen Überbau, für mehr Wissen über Nährstoffe und wo sie enthalten sind. Dabei geht es zwar überwiegend pflanzenbasiert, aber nicht vegan zu. Einige Nährstoffe kommen schließlich ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor, etwa das Vitamin B12. Neben Erörteurungen zu Sinn oder Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln gibt es unter anderem die Top ten der gesündesten Gemüse - spoiler alert: Brunnenkresse toppt alles!

Aufklärung über die eigene Nährstoffversorgung erhalten die Leser*innen in einem kleinen Test vor dem Rezeptteil. Eingestreut zwischen die Rezpte sind knappe theoretische Kapitel, etwa über Mikronährstoffe

Die Rezepte liefern einerseits Protein, Kohlenhydrate, Vitamine usw, andererseits auch durchaus Nährstoffe, die vielleicht in der Alltagsküche vernachlässigt werden. So pusht die Linsensuppe mit Nori-Algen etwa den Jodspiegel ein bißchen nach oben. Schupfnudeln aus Broccoliteig - eine Kombination, auf die man erst mal kommen muss, sind reich an Folsäure und Selen, ein Hirseporridge mit Beeren liefert eine Extraportion Eisen und Magnesium. Ein rustikaler Kartoffelauflauf mit Linsen wiederum ist besonders reich an Vitamin D.

Zuletzt gibt es noch ein paar allgemeine Tips zu "health habits", die nicht unbedingt überraschen - viel Gemüse, und das abwechslungsrecih, Vollkorn statt WEißmehl, ausreichend trinken (natürlich ungezuckert), möglichst wenig hochverarbeitete Lebensmittel und Alkohol meiden.


Matthias Ridl, die 28 Tage Power-Nährstoffkur

GU 2024

29,99

9783833895845


niederschwellig leichte Küche

 Wenn Influencer Bücher schreiben, gehe ich zugegebenermaßen immer mit einer gewissen Grundskepsis ran. Bei Sarah Franssen und "What I eat in a day" hält sich die buchstäbliche Nabelschau allerdings in überschaubaren Grenzen, auch wenn Fotos der Autorin im bauchfreien Top, offenem Blondhaar und irgendwie provenzalischer Sommervillakulisse vermutlich motivationsfördernd quer durch das Buch platziert sind.

Im Mittelpunkt steht aber tatsächlich healthy Eating, gewissermaßen als niederschwelliges Angebot. Der Theorieteil über Diätmythen ist kurz und überschaubar - wenn ich da vertiefen möchte, würde ich eh eher zum Buch eines Experten oder einer Expertin greifen.

Die Philosophie hinter dem vorgestellten Ernährungsplan lautet: Es muss individuell passen. Leser*innen werden daher u individuellen Anpassungen ermutigt, wer kein Frühstücksmensch ist, kann sich dann bei einer anderen Mahlzeit mehr gönnen. Dabei sind die 14 Tage des Ernährungsplans in Frühstück, Mittagessen, Snack und Abendessen aufgeteilt. Oft sind Smoothies und Salate dabei, doch auch Pasta und Kartoffeln sind nicht verpönt. Süß darf es durchaus sein, wobei gleichzeitig Wert auf unverarbeitete Lebensmittel gelegt wird. Saisonal und regional soll es natürlich auch möglichst sein.  

Unterbrochen wird der Ernährungsplan von "Mottogerichten" - was die Autorin bei einem romantischen Abendessen, bei einem Familienessen, bei Herbstblues oder für Sommerstimmung vorschlägt. 

Für die vorgestellten Rezepte braucht es weder große Kocherfahrung noch hohen Zeitaufwand. Auch die Zutaten sind ohne Probleme zu beschaffen und dürften auch diejenigen nicht überfordern, für die selber kochen bisher eher selten ein Thema war.

Sarah Franssen, What I eat in a day

GU 2024

24,99 Euro

9783833896125