Vegetarische Küche - damit kennen sich die Inder aus. Schließlich gibt es Millionen Menschen auf dem Subkontinent, die aus religiösen Gründen kein Fleisch essen. Und zugleich besitzt die indische Küche einen solchen Reichtum an Gewürzen und Aromen, dass nie die Gefahr besteht, langweilig oder gar fad zu werden. In ihrem Buch "Deftig vegetarisch - Indien" stellt Anne-Katrin Weber auf knapp 200 Seiten vor, welche Möglichkeiten bestehen, indische Köstlichkeiten in die eigene vegetarische Küche zu bringen.
Die etwa 70 Rezepte lassen sich leicht umsetzen und benötigen keinen Zutateneinkauf im Internet oder Spezialgeschäften. Allen voran stehen natürlich Curries und Dhals, bei denen Linsen oder Kichererbsen und damit großartige Proteinlieferanten zum Einsatz kommen. Und Curries lassen sich ohnehin auch fleischlos vielfältig variieren, hier vor allem mit Paneer, dem indischen Frischkäse, der vielleicht die einzige problematische Zutat in einem durchschnittlichen deutschen Supermarkt ist. Auch die Kombination Gemüse und Kartoffeln bietet viele Möglichkeiten.
Mit dem Kapitel "Streetfood und Snacks" gibt es auch Optionen etwa für ein indisch-vegetarisches Partybüffet oder Picknick. Abgerundet wird das Buch mit dem Drumherum zu Mahlzeiten, etwa Desserts (sind mir persönlich in Indien meist zu süß) und Getränken wie dem klassischen Lassi, aber auch Basics wie Pickles, Chutneys, indischen Broten wie Naan , Raitas und verschiedenen Reiszubereitungen. Dazu Bilder nicht nur von indischen Gerichten, sondern auch von den Landschaften, durch die die lulinarische Reise der Autorin führt.
Anne-Katrin Weber, Deftig vegetarisch - Indien
Becker-Joest Volk Verlag 2025
192 Seiten, 32 Euro
9783954533596
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