"Be prepared" lautet ja schon das Motto der Pfadfinder (und der jungen Pioniere). In der Küche ist das auch von Vorteil, wie Listen führende Hausfrauen wissen, die schon am Wochenende die Mahlzeiten für die nächste Woche durchgeplant haben. Wer es nicht ganz so durchorganisiert braucht, kann in Lena Merz´Buch "Meal Prep" immerhin ein paar Alltagshacks erlernen, die morgens ein paar Minuten mehr Schlaf erlauben, weil das Frühstück schon weitgehend vorbereitet ist. Oder mittags eine Mini-Sporteinheit oder einen Spaziergang einlegen zu können, weil die Mahlzeit gleich griffbereit oder "to go" ist - das ist doch eine win-win-situation. Vor allem, da es hier heißt: einmal zubereiten, vier mal essen. Also dreimal die Zeit fürs Kochen anders nutzen - doch, das hat was.
Darunter sind in dem bei G+U erschienenen Buch Klassiker wie overnight oats oder ein Overnight Bircher Müsli - das habe ich tatsächlich schon ab und an in meinen Alltag integriert, auch wenn ich mehr der "Morgens brauch ich einen schwarzen Kaffee"-Typ bin. Aber manchmal zeichnet sich halt doch ab, dass es ein langer Tag ohne (Essens)-Pause wird - und dann tut eine Unterlage gut. Nicht nur morgens, sondern auch als Snack oder Zwischenmahlzeit dürfte das Maisbrot mit Feta schmecken. Und auch Falafel mit Couscoussalat sind sowohl im Home Office als auch unterwegs ein leckerer Lunch. Neugierig bin ich auch schon auf die Rotokohl-Quesadillas mit Tomatensalsa - das klingt ganz nach einer Mahlzeit, die jetzt im Frühjahr den Winterpfunden zu Leibe rücken könnte.
Einige der Rezepte überraschen mit Kombinantionen, auf die ich nicht gleich gekommen wäre - ein Paprikadip mit weißen Bohnen etwa oder Wirsinglasagne mit Garnelen. Wie üblich, steigt auch angesichts der Fotos der Appetit und die Lust, hier mal was Neues auszuprobieren - und in der durch Vorratsvorbereitung gewonnenden Zeit lässt sich schon wieder in der Rezeptsammlung schmökern.
Lena Merz, Prep Meal
G+U, 2021
64 Seiten, 11.99
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