Soulfood, also Hipster-Sprech für Seelenfutter, tut gerade in der kalten, grauen Jahreszeit gut. Pflanzlich mag ich eh. Klar, dass ich neugierig war auf Ken Müllers "Plant based Soulfood". Müller will zeigen, dass auch mit gesunden Zutaten funktioniert, was die Geschmacksnerven glücklich macht und meist fettig, süss oder salzig ist. Ob Hefeflocken oder Miso, mit veganen Zutaten sollen gesündere Alternativen geboten werden.
Einige Basics für Aufstriche und Saucen können vielfach kombiniert werden, auch mit Pasta, Hülsenfrüchten oder Getreide gibt es eine Reihe von Rezepten, etwa das Kürbiss-Steak mit Linsensalat, eine Auberginenlasagne oder scharf-saure Zucchini. Misozwiebeln pder Umami-Bratpaprika klingen jedenfalls nicht unspannend.
Während ich die Rezepte interessant und nachkochenswert fand, hat mich der Stil des Autors eher genervt. Er ist Youtuber, und entsprechend wird berufsjugendlicher Jargon und Hipster-Denglisch verwendet. Vielleicht wendet sich Müller damit an eine andere Zielgruppe, der ich halt nicht angehöre. Aber Formulierungen wie "Du suchst nach einem krassen Proteinlieferanten, der deine Darmflora zum Abtanzen bringt"? haben für mich null Informationsgehalt und wirken einfach nur bemüht locker-flockig.
Ken Müller, Plant based Soulfood. Koch deine Gesch,acksknospen glücklich
GU 2024
192 Seiten, 26,99
978-3-8338-9531-9
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