"Gesundmacher Hafer" von Doris Frtizsche und Martina Kittler erschien für mich genau zum richtigen Zeitpunkt: Seit ein paar Wochen experimentiere ich mit Hafer, neue Rezepte kamen also höchst gelegen. Dass Hafer gesund ist, ist ja durchaus bekannt, allein in Verbindung mit schmackhaften Gerichten hatte ich das Getreide nicht so auf dem Schirm. Eher mit dem Haferschleimsüppchen, dass ich in meiner Kindheit bei verdorbenem Magen vorgesetzt bekam, umd das schmeckte ähnlich apettitanregend, wie der Name klingt. Auch Porridge, etwa bei befreundeten Engländern, ließ so jeden Anreiz vermissen.
Aber nun wollte ich dem Hafer eine neue Chance geben - mit Zimt, mit ein paar untergemischten Nüssen oder Saaten, mit Beeren oder Troclenfrüchten schmeckte es schon nicht mehr ganz so blah. "Gesundmacher Hafer" sorgte dann für weitere Ideen, aber erst mal für den theoretischen Überbau, nämlich mit der Erläuterung der Inhaltsstoffe, die Hafer oder Haferkleie eben so wertvoll für den Organismus machen: Hafer sättigt und hält ordentlich vor, man kommt also nicht so leicht in Versuchung, in einem Heißhungeranfall Süßes oder Fettiges in sich hineinzustopfen. Das im Hafer enthaltene Beta-Glucan hilft auch bei der Regulierung von Blutzuckerwerten und kann sogar den Cholesterinspiegel senken.
Mit beidem hatte ich in der Vergangenheit zwar keine größeren Probleme, aber dass mein Hafermüsli ein guter Sattmacher war und mich spürbar mit Energie versorgte, das hatte ich nach einigen Wochen selbst schon festgestellt. Die bioorganischen Prozesse erläutern die Autorinnen in ihrem Buch nachvollziehbar, sogar eine Haferkur wird vorgestellt.
Während Hafer für mich bisher vor allem ein Frühstücksbestandteil war, werden in dem Buch aber auch herzhafte Gerichte vorgestellt, Haferrisotto etwa oder Haferbrei mit orientalischem Flair und mit Gemüse. Ich hatte beim Lesen jedenfalls gleich Ideen zum Improvisierten und neuen Kombinationen, zumal ich nicht zu denen gehöre, die carbs rigoros ablehnen oder als Dickmacher verteufeln.
Klar, dass auch das Backwerk nicht fehlt, vom Haferkeks, über Brot und Brötchen, aber auch Kuchen mit Haferkruste als Boden. Auch wenn ich seit Beginn meiner Haferfrühstücke schon ahnte, dass Hafer nicht langweilig schmecken muss, habe ich in diesem Buch viel gefunden, was nicht nur meine Frühstücksgewohnheiten bereichern word.
Doris Fritzsche, Martina Kittler, Gesundmacher Hafer
GU 2023
160 Seiten, 17,99
:978-3-8338-8718-5
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