"Kürbis" von Tanja Dusy ist mit 127 Seiten ein vergleichsweise schmaler Kochbuchband aus der G+U-Reihe, aber es geht ja auch überwiegend um Variationen eines Gemüsethemas. Das Buch ist keine Neuerscheinung, aber mir neulich beim Stöbern in der Online-Bibliothek vor die Augen gekommen, also gerade passend zur Jahreszeit. Wer denkt da nicht an Halloween, an Linus aus den "Peanuts" und sein sehnsüchtiges Warten auf den großen Kürbis?
Auch ich warte, wenn es kühler wird und die Tage kürzer, auf die Ankunft von Butternut, Hokkaido und Co, die ein bißchen warme Farbe in den Herbst bringen. Wie der Zufall es wollte, köchelte gerade eine Kürbissuppe mit Ingwer, Baharat und Curry auf meinem Herd, als ich mich an die Lektüre machte. Klar habe ich wie wohl jede´r mein Kürbissuppen Stammrezept, oder setze gerne auf mediterran marinierte Kürbisspalten mit Röstaromen aus dem Ofen - aber das heißt natürlich nicht, nich offen für neues zu sein.
Gleich bei Aufschlagen der Rezeptsammlung etwa gibt es eine Anregung, die ich bisher nur bei Auberginen kannte: Butternut-Kürbis halbieren, rautenförmig einritzen, mit Konblauchstiften spicken, Rosmarin-Zweig auf und ab in den Ofen - später kann er dann aus der Schale gelöffelt werden. Das wird balmöglichst ausprobiert!
Überhaupt haben es mir in dieser Sammlung vor allem die vegetarischen Vorschläge angetan - ob nun Kürbis-Hummus oder Kürbismus mit Ingwer, ob Kürbis-Gorgonzola-Risotto oder das herbstlich-deftige Kürbis-Rosenkohl-Gratin. Flammkuchen, Pizza und natürlich Suppen und Chutney gehören zur Kürbis-Vielfalt. Wer es süß mag, kann mit Kürbis-Zitrus Mousse oder Kürbis-Pfannkuchen auch Dessert- und Frühstücksideen umsetzen.
Tanja Dusy, Kürbis,
G+U, 2018
127 Seiten, 9,99
978-3-8338-6727-9
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