Sunday, June 7, 2020

Nicht nur Sushi und Teriyaki - Kochen wie in Japan

Zugegeben: Ich habe eine Schwäche für Sushi. Selbst habe ich mich allerdings noch nie an die kleinen Röllchen gemacht - und in die Tiefe der japanischen Küche bin ich bislang auch nicht eingetaucht. Das könnte sich jetzt allerdings ändern, denn mit ihrem Buch "Kochen wie in Japan" beschreibt Kaoru Iriyama nicht nur rund 60 Rezepte, die mit apettitanregenden Fotos ergänzt sind, sondern erklärt auch ein Stück weit die japanische Esskultur und Tradition. Neben typischen und traditionellen Gerichten gibt es auch neue Kreationen und solche, die angepasst sind an das, was auch hierzulande problemlos an Zutaten beschafft werden kann.

Klar, Sushi oder Misosuppe dürfen nicht fehlen. Ramen-Nudeln gibt es hier nicht in der Instant-Variante, sondern mit frischen Zutaten. Wer es süß liebt, kann auch japanische Süßigkeiten und Desserts ausprobieren. Demnächst einmal Matcha-Torte mit dem dazupassenden Tee? Als bekennende Kaffeinsüchtige sehe ich das für mich selbst erst einmal nicht, aber dank der Schritt- für-Schritt-Anleitungen wird der Leser/Koch quasi bei der Hand genommen - was ja gerade bei einer Esskultur, die sich deutlich von der eigenen unterscheidet, schon eine große Hilfe ist.

Mindestens ebenso nützlich und interessant ist, dass die Autorin das Konzept - gewissermaßen die Philosophie - der japanischen Küche beschreibt. Das endet nicht mit der Zubereitung eines Gerichts, sondern auch Anrichten und Präsentation spielen eine Rolle.

Kaoru Iriyama, Kochen wie in Japan
GU 2020
144 Seiten , 17,99

978-3-8338-7304-1

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